Johannes Kepler und das Kepi - 450 Jahre Johannes Kepler

 

Unbenannt 2Johannes Kepler war ein Multitalent. Der berühmte Astronom, Physiker, Naturphilosoph und Mathe-Crack entdeckte drei nach ihm benannte Gesetze der Planetenbewegung:

  1. Keplersche Gesetz (Bahnform von Planeten und die Stellung der Sonne)
  2. Keplersche Gesetz (die Bewegung von Planeten längs ihrer Bahn)
  3. Keplersche Gesetz (der Zusammenhang zwischen der Größe der Bahn und der Zeit für einen Umlauf um die Sonne).

Vor 450 Jahren wurde Kepler in der Nähe von Stuttgart, in Weil der Stadt geboren, in Tübingen hat er später Theologie studiert. 

Am Johannes-Kepler-Gymnasium haben 1876 die ersten Absolventen ihre Reifeprüfung abgelegt. Damals hieß die Schule noch „Reutlinger Realanstalt“ und war neben der „Stuttgarter Realanstalt“ die einzige Realanstalt in Baden-Württemberg. An dieser Schule wurde der mathematisch und naturwissenschaftlich orientierte Nachwuchs für die Industriestadt Reutlingen ausgebildet. 

Der 1906 errichtete Altbau des Johannes-Kepler-Gymnasiums wurde am 17. September als Oberrealschule eingeweiht und befand sich seinerzeit am ruhigen, leicht erhöhten Stadtrand. Am 18. Februar 1938 erhielt die Schule den Namen Johannes-Kepler-Oberschule und seit 1954 trägt die Schule die Bezeichnung Johannes-Kepler-Gymnasium

Das Johannes-Kepler-Gymnasium zeigt nach 146 Jahren immer noch eine klare Profilierung in den Bereichen Naturwissenschaften und Mathematik. Schüler*innen haben in der Oberstufe die Möglichkeit ihre gemeinsame Leidenschaft für die Planeten im Fach Astronomie mit Johannes Kepler zu teilen.  

In der Schülerbibliothek im Dach könnt ihr mehr zum Namenspatron unserer Schule erfahren und feststellen, wie wichtig seine Erfindungen und Entdeckungen auch heute noch sind. 

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Lebensdaten von Johannes Kepler:

  • 1571 – Am 27. Dezember kommt Johannes Kepler in der freien Reichsstadt Weil, heute Weil der Stadt in Baden-Württemberg, zur Welt
  • 1576 – Die Familie zieht nach Leonberg um. Nach wenigen Monaten in der „deutschen Schule“ schicken die Lehrer Johannes auf die Lateinschule.
  • 1583 – Kepler besteht das „Landexamen“ in Stuttgart.
  • 1584 – Er wird am Seminar Adelberg, einer Klosterschule, aufgenommen und zwei Jahre später am höheren Seminar in Maulbronn.
  • 1589 – Ein Stipendium ermöglicht den Besuch des Tübinger theologischen Stifts. Dort lehrt auch der Astronom und Mathematiker Michael Mästlin, der das kopernikanische System vertritt.
  • 1594 – Kurz vor Abschluss seines Studiums wird Kepler als Landschaftsmathematiker und Mathematiklehrer nach Graz berufen. Dort wird er durch seine Horoskope schnell bekannt.
  • 1596 – Das „Mysterium cosmographicum“ erscheint in Tübingen.
  • 1597 – Am 27. April heiratet Kepler Barbara Müller.
  • 1600 – Wegen der Gegenreformation flieht er endgültig aus Graz und geht zu Tycho Brahe nach Prag. Nach dessen Tod im folgenden Jahr wird Kepler neuer Hofmathematikus.
  • 1609 – Die „Astronomia nova“ erscheint, welche die ersten beiden Keplerschen Gesetze der Planetenbewegungen enthält.
  • 1611 – Kepler veröffentlicht die „Dioptrice“, ein grundlegendes Werk der physikalischen Optik, in dem er das astronomische Teleskop beschreibt. Seine Frau Barbara stirbt.
  • 1612 – Die Lutheraner werden aus Prag verjagt; Kepler geht nach Linz, wo ihn die Stände als Landschaftsmathematiker von Oberösterreich bestellt hatten.
  • 1613 – Kepler heiratet Susanne Reuttinger.
  • 1615 – Keplers Mutter Katharina wird der Hexerei angeklagt; um sie zu verteidigen, reist er in den folgenden Jahren zweimal nach Württemberg.
  • 1617 – Kepler lehnt einen Ruf an die Universität Bologna ab.
  • 1618 – der Dreißigjährige Krieg beginnt, und der erste Teil der „Epitomes“ erscheint.
  • 1619 – Der Vatikan verbietet Keplers „Epitomes“. Die „Harmonices mundi“ mit dem dritten Gesetz der Planetenbewegungen erscheint.
  • 1621 – Keplers Mutter wird freigesprochen. Der letzte Teil der sieben Bände der Epitome astronomiae erscheint.
  • 1626 –Die fertigen Teile der „Rudolfinischen Tafeln“ (Sammlung von Tabellen, mathematischen Grundlagen, Rechenvorschriften mit Beispielen und insbesondere Regeln zur Vorhersage der Planetenstellungen) werden durch Kriegswirren noch in der Druckerei vernichtet. Unter dem Druck der Gegenreformation verlässt Kepler Linz. 
  • 1627 – Kepler beendet die Arbeit an den „Rudolfinischen“ Tafeln und lässt das Werk in Ulm drucken. Dort wird er auch beauftragt, Maßeinheiten festzulegen, um den Handel zu erleichtern.
  • 1628 – Er beginnt, unter dem Patronat Wallensteins, in Sagan zu arbeiten.
  • 1630 – Am 15. November stirbt Kepler in Regensburg. Sein Grab wird zwei Jahre später in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges zerstört.
  • 1634 – Keplers Sohn Ludwig besorgt die Drucklegung des „Somnium“.

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